Fachwissen trifft Alltagsperspektive: Einblick in die Living Labs zur Vision Theaterwerkplatz Luzern
Braucht es einen Neubau oder bauen wir den Bestand weiter? Wie kann das Theatergebäude als lebendiger, öffentlicher Ort gestaltet werden? ? Und was braucht es, damit der Theaterwerkplatz als Netzwerk funktioniert? An den Living Labs vom 15. Oktober im Südpol gingen rund 60 Teilnehmende diesen Fragen nach. Die Diskussionen waren lebhaft, teils überraschend einig und immer respektvoll.
Am 15. Oktober fanden in den Probebühnen des Luzerner Theaters im Südpol die sogenannten Living Labs statt. Jeweils am Morgen und am Nachmittag fanden parallel drei Workshops in kleineren Gruppen von rund 10 Personen statt. Diese beleuchteten die räumliche Perspektive, die inhaltliche und betriebliche Nutzungsperspektive sowie die Ausgestaltung des Theaterwerkplatzes Luzern.
Neben Fachpersonen aus den jeweiligen Bereichen und Mitarbeitenden des Luzerner Theaters, die eingeladen wurden, nahmen in jeder Gruppe auch Vertreter*innen aus der breiten Bevölkerung teil, die sich im Vorfeld angemeldet hatten. Dabei wurde auf eine möglichst gute soziale Durchmischung der Gruppen geachtet. Begleitet wurde jeder Workshop von einer Moderatorin, eine*r Vertreter*in des Projektteams sowie einer Person aus dem fachlichen Beirat. Dadurch konnten ein einheitlicher Wissensstand zu Projekt und Rahmenbedingungen und das Vorhandensein des notwendigen Fachwissens sichergestellt werden.
Das Ziel der Workshops lautete, anhand der Diskussionen von zwei Leitfragen herauszuarbeiten, was breit getragen wird, wo Unterschiede und Konflikte bestehen und welche Fragennoch eine fachliche Abklärung benötigen. Grundlage dafür bildete die breit getragene Basis, die sich aus den vorangegangenen Mitwirkungsformaten herauskristallisiert hatte. Mehr dazu erfährst du hier.
Einblick in die Workshops
In den sechs Workshops wurde lebhaft debattiert: teils herrschte überraschende Einigkeit, teils entstanden Kontroversen, wobei die Diskussionen durchgehend respektvoll waren. Interessant wird vor allem auch der Vergleich der Ergebnisse aus den Workshops vom Vormittag und jenen vom Nachmittag sein, in welchen sich jeweils unterschiedliche Gruppen mit den gleichen Fragestellungen auseinandergesetzt haben.
Im Workshop A zur räumlichen Perspektive wurde mittels Volumenmodellen sowohl die verschiedenen Möglichkeiten eines Neubaus als auch jene für das Bauen im Bestand diskutiert. Die Leitfragen lauteten:
Wie bringen wir die Anforderungen des Theaterbetriebs und die städtebaulichen Anforderungen an Theater und Platz zusammen?
Welche Qualitäten des heutigen Theaters und Theaterplatzes sollen in die Zukunft mitgenommen werden – und wo braucht es Veränderung?
Workshop B beleuchtete die inhaltliche und betriebliche Nutzungsperspektive anhand der folgenden Leitfragen:
Wie kann das Theatergebäude als lebendiger, öffentlicher Ort gestaltet werden?
Was braucht es, damit ein Theater an mehreren Standorten trotzdem als zusammenhängender Theaterbetrieb funktioniert?
Zunächst ging es im dritten Workshop C darum, ein gemeinsames Verständnis für den Begriff Theaterwerkplatz zu finden. Darauf basierend wurden die folgenden Leitfragen beleuchtet:
Wo schafft Zusammenarbeit einen Mehrwert – und wo ist Eigenständigkeit wichtig?
Was braucht es, damit die gewünschte Zusammenarbeit gut funktioniert und der Theaterwerkplatz als gelebtes Netzwerk wahrgenommen wird? Und vor allem: Was ist der nächste Schritt, damit es vorwärts geht?
Eine Übersicht über die Ergebnisse der Living Labs folgt in Kürze auf der Projektwebsite.